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Interview Sandra Reis: „Querschnittfunktion HR: Personaler müssen Allrounder sein“ 08. November 2016
Sandra Reis
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Sandra Reis ist seit Juli 2016 Projektleiterin der österreichischen Personalfachmesse „Personal Austria“ aus dem Hause des Messeveranstalters „spring Messe Management GmbH“. Wir sprachen mit ihr über ihre Einschätzungen zur Zukunft des HR-Managements.

Im Gespräch mit Sandra Reis, Projektleiterin der Personal Austria

Frau Reis, in welchen Bereichen der Personalarbeit entstehen Ihren Beobachtungen zufolge aktuell die meisten Innovationen?

Ein guter Indikator für Weiterentwicklungen im Personalmanagement sind die Geschäftsideen neu gegründeter Unternehmen. In dieser Hinsicht zeigt sich der HR-Markt recht dynamisch, wie sich an den Start-up-Areas auf den Personalmessen von spring Messe Management in Köln, Hamburg, Stuttgart sowie aktuell in Wien ablesen lässt.

Die größte Bewegung registrieren wir auf dem Gebiet des Recruitings und Bewerbermanagements, doch auch das Angebot an Feedbacktools und Softwarelösungen nimmt stetig zu. Die neuen digitalen Möglichkeiten treiben zudem die Innovationen in der Weiterbildung und Personalentwicklung mit virtuellen Lernwelten und innovativen E-Learning-Programmen voran.

Welche Innovationen aus der Vergangenheit haben die Personalarbeit aus Ihrer Sicht am meisten verändert?

In der Vergangenheit dominierten operative Themen in der Personalarbeit: Personalmanager hatten mit der Verwaltung der Personaldaten alle Hände voll zu tun. Die Erfindung der digitalen Personalakte, der elektronischen Payroll sowie diverser webbasierter Employee und Manager Self Services haben die administrativen Prozesse erleichtert und systematisiert. Das gab und gibt Personalisten Luft, eine neue Rolle als strategische Gestalter und Visionäre anzustreben und zu verwirklichen.

Welche aktuellen Innovationen werden die Personalarbeit verändern?

Die Möglichkeit, unabhängig von Zeit und Ort für sich allein oder auch mit jedem anderen auf diesem Globus zu arbeiten, revolutioniert die Arbeitswelt: Die kollaborative Netzwerkökonomie führt zu einem wachsenden Anteil von Projektarbeit, zur Auflösung der starren, fest angestellten Vollzeit-Belegschaft, zu einer Vervielfältigung der Arbeitszeitmodelle. Crowd- und Sharing-Konzepte beschleunigen diese Entwicklung zusätzlich: Erstmals können kleine, wendige Unternehmen mit guten Netzwerkstrukturen großen Firmen die Stirn bieten.

Bei der Querschnittsfunktion HR laufen alle Fäden zusammen: Personaler sind künftig gefordert, den Überblick über eine Vielzahl an Arbeitsmodellen und potenziellen Ressourcen zu bewahren, die ganz unterschiedlich zu adressieren sind – Stichwort Social Media. Sie müssen Allrounder sein. Nicht zuletzt müssen sie darauf achten, dass die Mitarbeiter aller Unternehmensbereiche mit der kulturellen und digitalen Transformation Schritt halten und nicht etwa heillos überfordert werden.

Ansprechpartner und weitere Informationen:
Mag.a Charlotte Lisador, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Tel.: +49 621 700 19-613, Fax: +49621 700 19-19
http://www.messe.org

Pressekontakt:
Ulrich Taller, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Tel.: +43/1/524 97 07, Fax: +43/1/524 97 0 79
http://www.PRofessional.at

 
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